Der Religionsunterricht war inhaltlich an den offiziellen Lehrplan der 1. Klasse gebunden. Methodisch suchte er innerhalb dieses Rahmens dem Prinzip der Selbsttätigkeit möglichst gerecht zu werden. 1. Dieses war im weitesten Sinne beim religiös-liturgischen Anschauungsunterricht möglich. Durch wiederholten Besuch in der Josefskirche sowie in der Sakristei derselben wurden die liturgischen Objekte und Handlungen zur unmittelbaren Anschauung gebracht. Verschiedene Gegenstände (Altar, Krippe, Kreuze, Fahnen usw.) wurden von den Kindern gezeichnet . Die liturgischen Handlungen wurden zum Teil in Spiel und ernst nachgeahmt. ( Verehrung des Christkindes, Betrachtung der Kreuzwegbilder, Messe) 2. Der religiös-sittliche Anschauungsunterricht wurde im Anschluss an die Erlebnisse der Kinder ( Haus, Straße, Schule) behandelt.3. Beim Gebetsunterricht wurde möglichst auf wirkliches Beten, nicht bloß gedächtnismäßiges Aufsagen gesehen 4. Die biblische Erzählungen wurden vielfach dramatisch, mit Rollenverteilung, nacherzählt und so zu möglichster Wirkung gebracht.
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